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Wann sollte man einen Proteinriegel essen: Vor oder nach dem Training?

Sjard Roscher zeigt auf einen QLF MPS Bar

Proteine übernehmen im Körper zahlreiche wichtige Aufgaben – sie unterstützen den Muskelaufbau, fördern die Regeneration und tragen zum Erhalt von Muskelmasse bei. 

Für alle, die regelmäßig Sport treiben oder körperlich aktiv sind, ist eine ausreichende Proteinzufuhr deshalb unverzichtbar. Doch im Alltag ist es nicht immer einfach, den Bedarf über klassische Mahlzeiten zu decken.

Proteinriegel bieten hier eine praktische Lösung: Sie sind schnell verfügbar, schmecken gut, lassen sich überallhin mitnehmen und erfreuen sich deshalb wachsender Beliebtheit – ob als Snack im Büro, in der Sporttasche oder auf Reisen. Viele Riegel liefern hochwertige Proteinquellen und helfen dabei, die tägliche Proteinzufuhr unkompliziert zu ergänzen.

Doch wann bringt ein Proteinriegel den größten Nutzen? Vor dem Training zur Energieversorgung? Danach zur Unterstützung der Regeneration? Oder einfach als proteinreicher Snack für zwischendurch? 

In diesem Artikel erfährst du, wann der Verzehr eines Proteinriegels besonders sinnvoll ist – und worauf du bei Auswahl und Zusammensetzung achten solltest.

Wann sollte man einen Proteinriegel essen?

Sportliche Frau am Nachdenken

Für den Muskelaufbau und die Regeneration ist nicht der exakte Zeitpunkt der Proteinzufuhr entscheidend, sondern vielmehr die über den Tag verteilte Gesamtmenge an hochwertigem Eiweiß. 12

Aktuelle Studien zeigen, dass der Muskelproteinstoffwechsel – also die Fähigkeit des Körpers, Muskelgewebe aufzubauen und zu erhalten – am besten durch eine regelmäßige Zufuhr von Protein stimuliert wird. 12

Ideal ist es, alle drei bis fünf Stunden eine moderate Menge an Protein aufzunehmen. Auf diese Weise kann der Körper kontinuierlich mit Aminosäuren versorgt werden, die für den Erhalt und Aufbau von Muskelmasse notwendig sind. 12

In diesem Zusammenhang können Proteinriegel eine praktische Unterstützung darstellen. Gerade dann, wenn der Alltag wenig Spielraum für frisch zubereitete Mahlzeiten lässt, sind sie eine bequeme Möglichkeit, die Proteinzufuhr aufrechtzuerhalten. 

Für viele stellt sich dabei die Frage: Ist es sinnvoller, den Proteinriegel vor oder nach dem Training zu essen? Und wie sieht es mit dem Einsatz als Snack oder als Ersatz für eine ausgefallene Mahlzeit aus? 

Im weiteren Verlauf schauen wir uns diese verschiedenen Szenarien genauer an und klären, wann der Verzehr von Proteinriegeln besonders sinnvoll sein kann.

1. Vor dem Training: Energieversorgung und Protein

Sjard Roscher hält MPS Bar

Ein Proteinriegel vor dem Training kann eine sinnvolle Maßnahme sein – insbesondere dann, wenn die letzte vollwertige Mahlzeit mehrere Stunden zurückliegt. 34 In diesem Fall hilft der Riegel dabei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und den Körper mit gut verfügbaren Aminosäuren zu versorgen. 

Diese Kombination kann dabei unterstützen, die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten und den Abbau von Muskelmasse während intensiver Belastungen zu vermeiden.

Optimal ist ein Riegel, der sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate enthält. Die Kohlenhydrate liefern dem Körper kurzfristig Energie, während die enthaltenen Proteine dazu beitragen, muskuläre Substanz zu schützen. 3

Denn gerade bei längerer Nüchternphase vor dem Training kann es sinnvoll sein, dem Körper eine leicht verdauliche Quelle an Energie und Eiweiß zur Verfügung zu stellen.

Wichtig ist hierbei der zeitliche Abstand zur Trainingseinheit. Etwa zwei Stunden vor dem Sport sind größere Mahlzeiten noch gut verträglich. Je näher der Trainingsbeginn rückt, desto leichter sollte die Mahlzeit verdaulich sein. 4

Ein Proteinriegel mit einem moderaten Fettanteil, wenig Ballaststoffen und einer schnellen Resorptionsfähigkeit kann hier besonders geeignet sein.

Viele Riegel enthalten hochwertige Proteinquellen wie Whey, Soja oder Erbsenprotein. Diese unterstützen eine rasche Aufnahme im Verdauungstrakt und versorgen den Körper zeitnah mit essenziellen Aminosäuren. 5

Gerade für Personen, die in der Mittagspause trainieren oder wenig Zeit zwischen Terminen haben, stellt ein solcher Riegel eine praktische und gut verträgliche Option dar, um den Körper gezielt auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten – ohne die Verdauung unnötig zu belasten.

Wenn du wissen möchtest, wie ein optimales Pre-Workout-Meal aussieht, solltest du unbedingt den verlinkten Artikel lesen.

2. Nach dem Training: Muskelregeneration und Proteinbiosynthese

Sportlicher Mann mit Proteinriegel im Fitnessstudio

Nach einer intensiven Trainingseinheit beginnt der Körper unmittelbar mit der Regeneration. In diesem Zusammenhang wird die sogenannte Muskelproteinbiosynthese (MPS) aktiviert – ein biologischer Prozess, bei dem neue Muskelproteine aufgebaut und beschädigte Strukturen repariert werden. 67 

Um diesen Vorgang optimal zu unterstützen, ist eine zeitnahe Zufuhr hochwertiger Proteine hilfreich, da sie essenzielle Aminosäuren liefern, die der Körper für die Muskelreparatur benötigt.

Früher wurde häufig auf das sogenannte „anabole Fenster“ verwiesen – also einen Zeitraum von etwa 30 bis 60 Minuten nach dem Training, in dem die Proteinzufuhr als besonders wirksam galt. Aus heutiger Sicht zeigt die Forschung jedoch, dass dieses Zeitfenster flexibler ist als ursprünglich angenommen. 89

Entscheidend ist nicht allein der exakte Zeitpunkt, sondern vielmehr die gesamte Proteinzufuhr über den Tag hinweg – idealerweise gleichmäßig auf mehrere Mahlzeiten verteilt.

Trotzdem kann es sinnvoll sein, direkt nach dem Training einen Proteinriegel zu essen – vor allem dann, wenn zuvor nüchtern trainiert wurde oder eine vollständige Mahlzeit in absehbarer Zeit nicht möglich ist. 

In solchen Fällen stellt ein Riegel eine praktische Möglichkeit dar, den Körper rasch mit Eiweiß und, je nach Produkt, auch mit Kohlenhydraten zu versorgen. Letztere helfen dabei, die entleerten Glykogenspeicher in der Muskulatur wieder aufzufüllen und damit die Erholungsprozesse zu unterstützen. 10

Auch für Personen, die sich pflanzlich ernähren, bieten moderne Proteinriegel eine geeignete Lösung. Vegane Varianten auf Basis von Soja, Erbse oder einer Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinquellen erreichen mittlerweile eine vergleichbar hohe biologische Wertigkeit wie tierisches Eiweiß. 1112

3. Proteinriegel als Mahlzeitenersatz oder als Snack

Frau mit Hund in der Natur während sie einen Proteinriegel isst

Auch außerhalb des Trainingskontextes können Proteinriegel einen praktischen Beitrag zur Ernährung leisten. Besonders in Situationen, in denen keine vollständige Mahlzeit zur Verfügung steht, bieten sie sich als proteinreicher Snack an – etwa am Nachmittag oder als Zwischenlösung zwischen zwei Hauptmahlzeiten. 

Im Vergleich zu klassischen Müsliriegeln, die häufig einen hohen Anteil an Zucker und Fett aufweisen, zeichnen sich viele Proteinriegel durch einen deutlich höheren Eiweißgehalt, eine geringere Kaloriendichte und eine längere Sättigungsdauer aus. Verantwortlich dafür sind vor allem der Proteingehalt sowie ein oft enthaltener Ballaststoffanteil. 13

Als vollständiger Ersatz für eine ausgewogene Hauptmahlzeit sind Proteinriegel jedoch nur eingeschränkt geeignet. In der Regel liefern sie nur begrenzte Mengen an Mikronährstoffen wie Vitaminen oder Mineralstoffen und enthalten kaum sekundäre Pflanzenstoffe, wie sie in frischem Obst und Gemüse vorkommen. 

Auch der Ballaststoffgehalt bleibt meist hinter dem einer vollwertigen Mahlzeit zurück. Wer also regelmäßig auf einen Riegel als Mahlzeitenersatz zurückgreift, sollte darauf achten, diese Nährstofflücken im weiteren Tagesverlauf durch andere Lebensmittel zu schließen. 

In stressigen Phasen, auf Reisen oder in Diätphasen mit gezielt reduzierter Kalorienzufuhr kann ein Proteinriegel dennoch eine sinnvolle Ergänzung darstellen – insbesondere, wenn das Ziel eine erhöhte Proteinzufuhr ist.

Auch geschmacklich hat sich viel getan: Von klassischen Sorten wie Schokolade oder Vanille bis hin zu innovativen Kreationen gibt es heute zahlreiche Varianten, die nicht nur funktional, sondern auch geschmacklich überzeugen.

Damit eignen sich Proteinriegel nicht nur für den gezielten Einsatz rund ums Training, sondern auch als flexible Ergänzung im Alltag.

Worauf ist bei der Wahl des Proteinriegels zu achten?

QLF MPS Bar mit Schokoladengeschmack

Um beurteilen zu können, ob es sich bei einem Produkt um einen hochwertigen Eiweißriegel handelt, lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste und die Nährwerttabelle. Qualitativ empfehlenswerte Proteinriegel enthalten in der Regel zwischen 15 und 25 Gramm Eiweiß pro Portion. 

Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der verwendeten Proteinquelle. Als besonders hochwertig gelten Milchproteine wie Whey oder Casein, da sie ein vollständiges Aminosäureprofil aufweisen und eine hohe biologische Wertigkeit besitzen. 

Weniger empfehlenswert sind dagegen Riegel, bei denen Kollagenprotein als Hauptquelle dient. Zwar weist Kollagen einen hohen Gesamtproteingehalt auf, doch fehlt es ihm an essenziellen Aminosäuren wie Tryptophan und insbesondere Leucin – einer Aminosäure, die als Schlüsseltrigger für die Muskelproteinbiosynthese (MPS) gilt. 514

Wenn du auf der Suche nach einem hochwertigen Eiweißriegel bist, der ohne Kollagen auskommt und stattdessen auf echtes Milchprotein setzt, können wir dir unseren Tasty Bar und den MPS Bar empfehlen. 

Mit 17 g bzw. 22 g Protein pro Riegel und einem hohen Leucingehalt sind sie die perfekte Wahl, wenn du deine Muskeln gezielt mit hochwertigem Eiweiß versorgen möchtest.

Für Personen mit besonderen Anforderungen – etwa bei einer Laktoseintoleranz oder veganer Ernährung – steht mittlerweile eine breite Auswahl an geeigneten Proteinriegeln zur Verfügung. 

Laktosefreie Produkte sowie vegane Varianten auf Basis von Soja-, Erbsen- oder anderen pflanzlichen Proteinquellen stellen eine vollwertige Alternative zu klassischen Milchproteinriegeln dar und lassen sich gut in verschiedene Ernährungsweisen integrieren.

Ein Beispiel dafür ist der Salty Peanut Vegan Riegel, der nicht nur vollständig pflanzlich, sondern auch frei von Laktose ist – ideal für alle, die Wert auf gute Verträglichkeit legen und auf tierische Inhaltsstoffe verzichten möchten.

Fazit: Das ist der ideale Zeitpunkt, um einen Proteinriegel am Tag zu essen

QLF MPS Bar Probierbox

Proteinriegel sind kein Ersatz für eine vollwertige Ernährung, können aber eine praktische Unterstützung darstellen, um die tägliche Eiweißzufuhr gezielt zu optimieren. Entscheidend ist weniger der genaue Zeitpunkt des Konsums, sondern vielmehr, ob du über den Tag hinweg ausreichend hochwertiges Protein aufnimmst. 

Ein gut gewählter Riegel kann dazu beitragen, diese Versorgung zum Muskel sicherzustellen – besonders in Momenten, in denen frische Mahlzeiten schwer umsetzbar sind.

Trotzdem gibt es Situationen, in denen der gezielte Einsatz eines Proteinriegels besonders vorteilhaft sein kann. Vor dem Training kann er zur Energieversorgung beitragen, während er nach dem Training die Muskelregeneration unterstützt – vor allem dann, wenn keine vollständige Mahlzeit zur Verfügung steht. 

Auch im Alltag eignet sich ein Riegel als Alternative zu herkömmlichen Süßigkeiten, da dieser reich an wichtigen Nährstoffen ist. Durch den hohen Proteingehalt und die oft ausgewogene Zusammensetzung kann er länger sättigen und gleichzeitig den Proteinbedarf decken.

Wichtig ist, dass ein Proteinriegel nicht isoliert betrachtet wird, sondern in eine insgesamt ausgewogene Ernährung passt. Wenn du regelmäßig trainierst, auf gute Proteinquellen achtest und deine Ernährung bewusst gestaltest, kann ein gezielt eingesetzter Riegel eine sinnvolle Ergänzung sein – egal ob rund ums Training, im Alltag oder unterwegs.

Wissenschaftliche Nachweise

  1. Schoenfeld, Brad Jon, Alan Albert Aragon, and James W. Krieger. "The effect of protein timing on muscle strength and hypertrophy: a meta-analysis." Journal of the International Society of Sports Nutrition 10.1 (2013): 53.
  2. Schoenfeld, Brad Jon, and Alan Albert Aragon. "How much protein can the body use in a single meal for muscle-building? Implications for daily protein distribution." Journal of the International Society of Sports Nutrition 15.1 (2018): 10.
  3. Kerksick, Chad M., et al. "International society of sports nutrition position stand: nutrient timing." Journal of the international society of sports nutrition 14 (2017): 1-21.
  4. Thomas, D. Travis, Kelly Anne Erdman, and Louise M. Burke. "Position of the Academy of Nutrition and Dietetics, Dietitians of Canada, and the American College of Sports Medicine: nutrition and athletic performance." Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics 116.3 (2016): 501-528.
  5. Sousa, Raquel, et al. "Protein digestion of different protein sources using the INFOGEST static digestion model." Food Research International 130 (2020): 108996.
  6. Tipton, Kevin D., and Robert R. Wolfe. "Exercise, protein metabolism, and muscle growth." International journal of sport nutrition and exercise metabolism 11.1 (2001): 109-132.
  7. Morton, Robert W., et al. "A systematic review, meta-analysis and meta-regression of the effect of protein supplementation on resistance training-induced gains in muscle mass and strength in healthy adults." British journal of sports medicine 52.6 (2018): 376-384.
  8. Aragon, Alan Albert, and Brad Jon Schoenfeld. "Nutrient timing revisited: is there a post-exercise anabolic window?." Journal of the international society of sports nutrition 10.1 (2013): 5.
  9. Schoenfeld, Brad Jon, and Alan Albert Aragon. "Is there a postworkout anabolic window of opportunity for nutrient consumption? Clearing up controversies." journal of orthopaedic & sports physical therapy 48.12 (2018): 911-914.
  10. Burke, Louise M., Luc JC van Loon, and John A. Hawley. "Postexercise muscle glycogen resynthesis in humans." Journal of applied physiology (2017).
  11. Van Vliet, Stephan, Nicholas A. Burd, and Luc JC van Loon. "The skeletal muscle anabolic response to plant-versus animal-based protein consumption." The Journal of nutrition 145.9 (2015): 1981-1991.
  12. Gorissen, Stefan HM, and Oliver C. Witard. "Characterising the muscle anabolic potential of dairy, meat and plant-based protein sources in older adults." Proceedings of the Nutrition Society 77.1 (2018): 20-31.
  13. Aragon, Alan A., et al. "International society of sports nutrition position stand: diets and body composition." Journal of the International Society of Sports Nutrition 14.1 (2017): 16.
  14. Jäger, Ralf, et al. "International society of sports nutrition position stand: protein and exercise." Journal of the International Society of Sports Nutrition 14.1 (2017): 20.

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Über den Autor

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B.A. Sportwissenschaft

Als studierter Sportwissenschaftler betreibe ich seit fast 10 Jahren Kraftsport. Mein Fokus liegt darauf, komplexe Themen verständlich zu machen. Durch meine wissenschaftliche und praktische Erfahrung möchte ich mit Beiträgen wertvolle Einblicke und Unterstützung für das echte Leben bieten.
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